Information zum Umgang mit dem Corona-Virus in der Basilika

Liebe Wallfahrerinnen und Wallfahrer, liebe Schwestern und Brüder, das Corona Virus stellt uns vor Herausforderungen, die wir noch vor Wochen nicht für möglich gehalten hätten. Wir hören in den Medien, dass es vor allem um den Schutz der Risikogruppen geht, das heißt der Menschen ab 60 Jahre sowie aller mit Vorerkrankungen oder chronischen Erkrankungen. 

Ganz wichtig ist derzeit: Es dürfen nicht zu viele gleichzeitig erkranken!

Daher müssen wir die Gefahr einer Ansteckung so gering wie möglich halten. Sie haben wahrgenommen, dass deshalb inzwischen auch ab Montag Schulen und Kitas geschlossen bleiben. Nach vielen Gesprächen hat auch unser Wallfahrtsteam sich im Einvernehmen mit der Leitung des Erzbistums Paderborn und nach Rücksprache mit den Pfarrern unseres Dekanates Hellweg dazu entschlossen, alle öffentlichen Gottesdienste in unserer Wallfahrtsbasilika ab Montag abzusagen.

Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Sie ist aber schon deshalb unerlässlich, weil gerade die Gottesdienste in unserer Wallfahrtsbasilika von Menschen aus einem sehr großen Einzugsgebiet besucht werden. Ausfallen werden nach derzeitigem Stand für unbestimmte Zeit:

  • alle Werktagsmessen, leider auch einschließlich der öffentlichen hl. Messen an den Werktagen im Ursulinenkloster wie auch der drei noch ausstehenden Antonius-Dienstage. Die noch nicht gehaltenen Predigten werden nachgeholt, sobald dies möglich ist.
  • alle Sonntagsmessen,
  • alle Andachten und Vespergottesdienste,
  • alle sonstigen Veranstaltungen in Gruppen.

 Für das persönliche Gebet bleibt unsere Wallfahrtsbasilika bleibt natürlich auch weiterhin täglich von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Außerdem ist auch bis auf weiteres der Empfang des Bußsakramentes wie gewohnt an allen Werktagen zu den üblichen Zeiten möglich.

Gerade in Krisenzeit – wie wir sie jetzt erleben müssen – ist es besonders wichtig, dass die Kirche betet und die hl. Messe feiert. Gottesdienste finden zwar ab Montag ohne die „physische Anwesenheit“ der Gläubigen statt. Doch die Kirche hört nicht auf zu beten und Eucharistie zu feiern. Die Priester sind aufgerufen, die hl. Messe auch weiterhin für die Gemeinde und für die Welt zu feiern, und die Gläubigen sind eingeladen, über Medien teilzunehmen und sich im Gebet zuhause anzuschließen. Wir erinnern ausdrücklich an die Gottesdienste, die im Fernsehen, Radio und Internet übertragen werden. Auch Pastor Gerhard Best und Pastor Stephan Mockenhaupt werden weiterhin (in privater Form) zelebrieren und in den Intentionen, die uns anvertraut wurden, beten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden diese Gebetsgedenken dann auch noch einmal öffentlich in unserer Wallfahrtsbasilika „nachgeholt“. Außerdem besteht ab heute täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Möglichkeit der Stillen persönlichen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes in unserer Krypta. Schließlich möchten wir an das Gebetsläuten zum Engel des Herrn erinnern. Zu diesen Zeitpunkten können wir uns im Gebet besonders verbunden wissen. Und auch über die sozialen Medien und über das Telefon können wir miteinander in Verbindung bleiben. Scheuen Sie sich nicht, uns Seelsorgerinnen oder Seelsorger anzurufen, wenn Sie diesen Wunsch verspüren. Ebenso ist das Pilgerbüro zu den gewohnten Zeiten auch weiterhin telefonisch erreichbar.

Diese Vorsichtsmaßnahmen, liebe Gemeinde, sind kein Zeichen von Unglauben oder fehlendem Gottvertrauen, sondern geradezu das Gegenteil. Gott erwartet von uns, in Krisensituationen besonnen und gewissenhaft zu reagieren und niemanden unnötig zu gefährden oder Risiken auszusetzen. Und neben dieser Haltung hat – wie bereits betont – das Gebet um ein baldiges Ende der Krise genauso seinen berechtigten Platz. Deshalb wird unser Seelsorgeteam stellvertretend für Sie alle immer wieder in unsere Wallfahrtsbasilika gehen und bei Maria, die Trösterin der Betrübten, für Sie alle wie auch um einen glücklichen Verlauf der gegenwärtigen Krise beten.


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