Wallfahrtsteam unterwegs nach Much

Besuch in Much (Rhein-Sieg-Kreis): Im Rahmen der Besuche in den Gemeinden, die alljährlich nach Werl wallfahrten, war Pastor Stephan Mockenhaupt am vergangenen Sonntag, den 8. März 2020, in der Pfarrei St. Martinus in Much im Rhein-Sieg-Kreis. Er feierte den dortigen Familiengottesdienst und hob in seiner Katechese die Geschichte der Mucher Werl-Wallfahrt und die Bedeutung des Pilgerns besonders hervor. In einem anschließenden Austausch mit den Wallfahrerinnen und Wallfahrern im Restaurant „Schublade“ stellte Pastor Mockenhaupt die Entwicklung der Marienwallfahrt Werl nach Abschied der Franziskaner vor.

 Seit 1774 pilgern die Mucher zum großen Patronatsfest der Wallfahrtsbasilika „Mariä Heimsuchung“, das in diesem Jahr am 4./5. Juli 2020 gefeiert wird.  Für die gut 130 km lange Wegstrecke benötigen sie drei Tage. Ein Großteil der Pilgerinnen und Pilger treten montags den Rückweg auch wieder zu Fuß an und werden mittwochs mit einem großen Fest in Much empfangen.

Über den Ursprung der Mucher Werl-Wallfahrt berichtet die Pfarrchronik der dortigen Kirchengemeinde: „Im Jahre 1774 soll in hiesiger Gegend eine Viehseuche geherrscht haben, die nach damaliger Ansicht nur mit Salz bekämpft werden konnte. So zogen (…) Mucher Bauern nach Werl, um sich dort das kostbare Salz zu holen. Hier besuchten sie auch das Gnadenbild ‚die Trösterin der Betrübten‘ und gelobten für sich und ihre Nachkommen, jedes am Sonntag nach ‚Mariä Heimsuchung‘ nach Werl zu pilgern, sofern ihnen geholfen würde. Ihr Wunsch muss erhört worden sein, denn ab 1775 zogen (…) die Mucher in geschlossener Prozession zu Fuß nach Werl und zurück.“

 


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