Erste offizielle Wallfahrtsgruppe in Werl

Seit Sonntag brennen am Gnadenbild in der Werler Wallfahrtsbasilika wieder zwei besondere Kerzen. Eine von beiden hat die Ermlandfamilie Anfang Juni in die Wallfahrtsstadt bringen lassen. Ihre große Wallfahrt wäre bereits am ersten Sonntag im Mai gewesen, musste aber zu diesem Zeitpunkt Corona-bedingt noch vollständig ausfallen. Die zweite Pilgerkerze stammt aus Sundern. Auch diese Wallfahrtsgruppe war nach üblicher Planung schon für Anfang Mai zum Besuch in Werl angemeldet, musste diesen Termin aber ebenfalls absagen. Am vergangenen Sonntag konnte Pastor Stephan Mockenhaupt im Hochamt jetzt eine Delegation aus Sundern begrüßen. Stellvertretend für die sonst etwa 200 Teilnehmer zählende Wallfahrtsgruppe entzündete diese Vertretung im Namen aller am Gnadenbild die diesjährige Pilgerkerze und überbrachte zugleich ein Buch mit persönlichen Fürbitten, das in den zurückliegenden Wochen in den Kirchen der Stadt Sunden ausgelegen hatte und in das alle ihre Anliegen eintragen konnten, die in diesem Jahr die Muttergottes in Werl nicht persönlich besuchen werden. Die Gruppe aus Sundern zählt zu den langjährigen Traditionswallfahrten. Sie kommt mindestens seit 1723. Das ganze Jahr über erinnert unter den Arkarden auf dem Vorplatz der Basilika eine große Wallfahrtstafel an diese Verbindung zwischen der Stadt im Sauerland und Werl.

Ganz in der Nähe des Bildes aus Sundern hängt die Tafel aus Anröchte. Auch diese Kirchengemeinde konnte in diesem Jahr an ihrem überlieferten Termin, dem ersten Samstag im Juni, nicht wie sonst als Fußprozession oder Fahrradgruppe nach Werl kommen. Erfreulicherweise hatten sich an diesem Tag aber zahlreiche Einzelwallfahrer und Fahrradpilger auf den Weg gemacht und in kleinen Gemeinschaften nachmittags in der Wallfahrtsbasilika persönlich gebetet. Der große gemeinsame Besuch beim Gnadenbild ist in diesem Jahr ausnahmsweise erst für Ende September geplant.

Bei der Wallfahrt der Schlesier und Grafschaft Glatzer am letzten Juni-Sonntag wird nach Absprachen mit dem St.-Hedwig-Werk als Veranstalter in diesem Jahr die sonst mehrere hundert Menschen zählende Pilgerschaft durch eine zehnköpfige Delegation in Werl vertreten sein. Das 2021 anstehende 75jährige Wallfahrtsjubiläum soll dann wieder groß gefeiert werden.

Auch der Patronatstag Mariä Heimsuchung 2020 kann nicht wie gewohnt gefeiert werden, weil nach wie vor auf große Prozessionen verzichtet werden muss. Daher werden die Traditionswallfahrten aus Arpe, Delbrück, Hildesheim, Lenhausen, Much, Olpe und Warstein zur äußeren Feier des Festes am Sonntag, dem 5. Juli, ebenfalls mit Delegationen erscheinen, die stellvertretend für alle die Wallfahrtskerzen entzünden und die Fürbittbücher überreichen. Inzwischen wird allerdings immer deutlicher, dass sich neben diesen Vertretungen auch zahlreiche weitere mit Werl verbundene Menschen aus diesen Orten privat und in kleinen Gruppen auf den Weg hierher machen werden. Anstelle der sonst üblichen Lichterprozession wird am Vorabend um 22.00 Uhr in der dafür besonders ausgeleuchteten Wallfahrtsbasilika eine Lichtfeier stattfinden. Am Sonntagmorgen beginnt das Wallfahrtshochamt um 10.00 Uhr. Nach aktueller Planung wird dann der Alt-Abt aus Meschede, Pater Stephan Schröer OSB, ein Pontifikalamt feiern. Falls möglich, wird dieser Gottesdienst auf dem Kreuzwegplatz sein, damit nach wochenlangem Verzicht auch wieder einmal gemeinsam gesungen werden kann.

In den Monaten Juli und August werden dann auch noch weitere Gemeindewallfahrten und Gruppen erwartet, die unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen ihre eigenen Gottesdienste in der Wallfahrtsbasilika feiern können. Ob nach den derzeit angekündigten weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen ab September 2020 auch wieder größere Wallfahrten stattfinden dürfen, bleibt derzeit noch abzuwarten.


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